Herzwerte: Troponin, BNP und was Herzenzyme sind
Herzwerte im Überblick: Cut-off 14 ng/l für hs-Troponin T, 125 pg/ml für NT-proBNP. Warum Troponin gar kein Enzym ist und die CK-MB ihren Platz verlor.
Herzwerte sind die Blutwerte, mit denen sich das Herz beurteilen lässt. Zwei Fragen stehen dahinter, und sie sind nicht dieselbe: Ist Herzmuskelgewebe geschädigt worden? Darauf antwortet das Troponin. Ist das Herz überlastet? Darauf antworten die natriuretischen Peptide BNP und NT-proBNP. Alles andere – CK, CK-MB, LDH, die Blutfette – liefert Kontext, keine Antwort. Und keiner dieser Werte ersetzt EKG und Echokardiographie: Das Labor ergänzt die Untersuchung am Menschen, es tritt nicht an ihre Stelle. Dieser Ratgeber ordnet ein, welcher Wert welche Frage beantwortet, wer ihn wann bekommt, was die Kasse zahlt – und warum der beliebte Suchbegriff „Herzenzyme" heute in die Irre führt.
⚠️ Akuter Brustschmerz ist ein Notfall – wählen Sie 112
Bei plötzlichem, mehr als fünf Minuten anhaltendem Druck, Enge oder Brennen im Brustkorb, oft mit Ausstrahlung in Arm, Oberbauch, Rücken, Hals oder Kiefer, dazu Atemnot, Übelkeit, Schweißausbruch oder Todesangst: sofort den Notruf 112. Nicht abwarten, nicht „bis morgen" beobachten, nicht auf einen Laborbefund warten.12
Ein normales Troponin ist kein Freibrief: Zu früh nach Symptombeginn abgenommen, kann es unauffällig sein, obwohl ein Infarkt läuft. Genau deshalb wird in der Notaufnahme zweimal gemessen.3 Die Deutsche Herzstiftung fasst den Grund in drei Worten: „Time is Muscle" – jede Minute Verzögerung kostet Herzmuskel.1
Auf einen Blick
- Troponin zeigt eine Schädigung von Herzmuskelzellen, BNP/NT-proBNP eine Überlastung der Herzkammern. Zwei verschiedene Fragen, zwei verschiedene Werte.34
- Orientierende Grenzen eines deutschen Universitätslabors: hs-Troponin T 14 ng/l, NT-proBNP 125 pg/ml, bei akuter Atemnot 300 pg/ml – laborabhängig.5
- Ein einzelnes Troponin entscheidet nichts. Die europäische Leitlinie in der deutschen Fassung der DGK verlangt den 0 h/1 h-Algorithmus: zwei hochsensitive Messungen im Abstand einer Stunde, Befund innerhalb von 60 Minuten.3
- „Herzenzyme" ist ein überholter Sammelbegriff. Troponin ist gar kein Enzym, und die CK-MB wurde als Infarktmarker vom Troponin abgelöst.53
- Bei Brustschmerz in der Hausarztpraxis steht am Anfang kein Laborwert, sondern der Marburger Herz-Score – eine in Deutschland entwickelte Entscheidungsregel.6
- Herzwerte gehören nicht zum Check-up 35. Die Richtlinie sieht aus dem Blut nur Lipidprofil und Nüchternplasmaglucose vor.7
- hs-CRP und Homocystein sind in Deutschland typische Selbstzahlerleistungen. Für die Homocystein-Senkung zeigte ein Cochrane-Review über 71 422 Teilnehmende keinen Effekt auf Herzinfarkt oder Sterblichkeit.89
Was ein Herzwerte-Bündel beantwortet – und was nicht
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben in Deutschland führend in der Todesursachenstatistik: 2024 starben laut Statistischem Bundesamt 39 765 Männer und 30 955 Frauen an einer chronischen ischämischen Herzkrankheit, 24 875 Männer am akuten Myokardinfarkt; bei Frauen war die Herzinsuffizienz mit 22 349 Sterbefällen die dritthäufigste Todesursache.10 Beide großen Krankheitsbilder haben ihren eigenen Blutwert – und das ist der Schlüssel zum Verständnis.
Frage 1: Ist Herzmuskel zugrunde gegangen? Wenn Herzmuskelzellen geschädigt werden, gelangen ihre Bausteine ins Blut. Der empfindlichste davon ist das Troponin. Steigt oder fällt es über der 99. Perzentile eines gesunden Referenzkollektivs und passt das klinische Bild zu einer Durchblutungsstörung, spricht das für einen Herzinfarkt.311
Frage 2: Ist das Herz überlastet? Werden die Herzkammern zu stark gedehnt, schütten sie natriuretische Peptide aus. Ihr Wert steigt bei Herzschwäche – siehe BNP und NT-proBNP.4
Was Herzwerte nicht leisten: Sie zeigen keine Verengung der Herzkranzgefäße, keine Rhythmusstörung, keinen Klappenfehler und keine Pumpfunktion. Dafür braucht es EKG, Echokardiographie und je nach Frage Belastungstests, CT-Koronarangiographie oder Herzkatheter. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK erwähnt in ihrer Diagnostik der stabilen koronaren Herzkrankheit überhaupt keinen kardialen Blutwert – dort führt der Weg über Anamnese, Score und Bildgebung.6
„Herzenzyme": warum der Begriff überlebt hat – und was er verfehlt
Kaum ein Herz-Suchbegriff wird häufiger eingetippt als Herzenzyme. Der Ausdruck stammt aus einer Zeit, in der man den Infarkt tatsächlich über Enzyme nachwies: CK, CK-MB, GOT (heute GOT-Wert), LDH und deren Untergruppe α-HBDH. Alle fünf sind echte Enzyme, alle fünf treten bei Zelluntergang ins Blut über – und alle fünf sind unspezifisch, weil sie auch in Skelettmuskel, Leber oder Blut vorkommen.
Zwei Dinge stimmen daran heute nicht mehr.
Erstens: Der wichtigste Herzwert ist kein Enzym. Der Troponin-Komplex besteht aus drei Strukturproteinen der dünnen Filamente in der quergestreiften Muskulatur; er katalysiert nichts, er reguliert die Muskelkontraktion. Die Herzformen von Troponin I und Troponin T unterscheiden sich deutlich von den Skelettmuskelformen – genau darauf beruht ihre Aussagekraft.5 „Herzenzyme" kann das Troponin also gar nicht meinen.
Zweitens: Die CK-MB wurde abgelöst. Sie ist das Isoenzym der Creatinkinase mit dem höchsten Herzanteil – aber eben kein reiner Herzmarker: Sie steckt auch in der Skelettmuskulatur, laut Leistungsverzeichnis des Universitätsklinikums Ulm zu etwa 1–5 %, bei chronischer Muskelschädigung bis zu 30 %. Und sie ist träge: Nach Symptombeginn wird sie erst nach drei bis vier Stunden messbar.5 Dasselbe Labor formuliert die Konsequenz unmissverständlich: „in der Regel sollte jedoch bei Verdacht auf Vorliegen einer Myokardschädigung bevorzugt die kardiale Isoform von Troponin I oder Troponin T bestimmt werden".5 In der DGK-Fassung der europäischen Leitlinie zum akuten Koronarsyndrom kommt die CK-MB als diagnostischer Marker nicht mehr vor; empfohlen wird ausschließlich das hochsensitive Troponin.3
Trotzdem ist der Begriff nicht ganz sinnlos. Auf deutschen Befunden stehen CK, CK-MB und LDH weiterhin – nur mit anderer Aufgabe: Sie beschreiben heute vor allem den Skelettmuskel und den allgemeinen Zellumsatz. Und der einheitliche Bewertungsmaßstab führt bis heute eine eigene Position für die HBDH (0,40 €), einen Marker aus der Vor-Troponin-Ära.9 Wenn Sie also „Herzenzyme" auf einem Laborzettel lesen: Es sind reale Werte, sie beantworten nur nicht mehr die Frage, für die sie einmal gedacht waren.
Die einzelnen Herzwerte
Troponin – der Marker der Herzmuskelschädigung
Das Troponin ist der Referenzwert bei Verdacht auf Herzinfarkt. Entscheidend ist nicht ein Zahlenwert, sondern seine Bewegung. Die DGK empfiehlt, das hochsensitive Troponin unmittelbar bei Vorstellung abzunehmen und den Befund innerhalb von 60 Minuten vorliegen zu haben, und den 0 h/1 h-Algorithmus anzuwenden (zweitbeste Option: 0 h/2 h). Bleiben beide Messungen unschlüssig, folgt eine dritte nach drei Stunden.3
Drei Punkte, die häufig missverstanden werden:
- Erhöht ist nicht gleich Infarkt. Das Ulmer Leistungsverzeichnis listet als Ursachen unter anderem Myokarditis, Kardiomyopathie, Lungenembolie, Sepsis, schwere Anämie, Rhythmusstörungen, Schlaganfall, chronische Nierenerkrankung, Zytostatika und starke körperliche Belastung.5 Bei Nierenkranken empfiehlt dasselbe Labor, die Messung nach etwa 1–3 Stunden zu wiederholen, statt einen einzelnen erhöhten Wert zu deuten.5
- Ein normaler Wert kurz nach Symptombeginn beweist nichts. Der Rule-out-Pfad über einen sehr niedrigen Ausgangswert gilt in der Leitlinie ausdrücklich nur, wenn der Brustschmerz mehr als drei Stunden vor der Messung begonnen hat.3
- Der Wert bleibt lange erhöht. Nach einem Infarkt kann Troponin T rund 14 Tage nachweisbar bleiben.5 Ein erhöhter Wert Wochen später sagt daher nichts über ein neues Ereignis.
BNP und NT-proBNP – die Marker der Überlastung
Die natriuretischen Peptide sind vor allem ein Ausschlusstest. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz nennt als Schwellen BNP über 35 pg/ml und/oder NT-proBNP über 125 pg/ml; sie sind zugleich Bestandteil der Definition einer Herzschwäche mit erhaltener Pumpfunktion (HFpEF).4 Liegt der Wert darunter, ist eine Herzinsuffizienz sehr unwahrscheinlich – liegt er darüber, ist sie noch nicht bewiesen: Die Spezifität ist geringer als die Sensitivität, deshalb folgt die Echokardiographie.4
Drei deutsche Besonderheiten, die man selten liest:
- Bei über 70-Jährigen ist der Ausschlusstest kaum brauchbar. Die Leitliniengruppe hält die Messung in dieser Altersgruppe zum Zweck des Ausschlusses für „nicht zielführend", weil die Werte dort erfahrungsgemäß fast immer über den Schwellen liegen.4 Ein NICE-Review nennt entsprechend altersgestaffelte NT-proBNP-Schwellen von 50, 75 und 250 pg/ml.4
- Schnelltests in der Praxis ersetzen das Labor nicht. Point-of-care-Tests haben eine geringere Sensitivität und sind ohne Echokardiographie nicht zur Ausschlussdiagnostik geeignet.4
- Keine Routine-Verlaufskontrolle. Die Leitlinie empfiehlt ausdrücklich, BNP und NT-proBNP bei chronischer Herzinsuffizienz nicht ohne klinischen Verdacht auf Verschlechterung zu bestimmen.4 Wer eine regelmäßige BNP-Kontrolle erwartet, wird also bewusst nicht bekommen, was in anderen Ländern üblicher ist.
Beeinflusst werden die Werte außerdem von Alter, Nierenfunktion, Vorhofflimmern und Übergewicht – Adipositas senkt sie, ein „normaler" Wert kann dann falsch beruhigen.5 Unter dem Wirkstoff Sacubitril/Valsartan verliert das BNP seine Aussagekraft, das NT-proBNP nicht.4
CK, CK-MB und LDH – heute Muskel- und Zellwerte
Die Creatinkinase steigt nach körperlicher Arbeit und Sport, nach intramuskulären Injektionen, nach Operationen und unter bestimmten Medikamenten.5 Sie ist heute in erster Linie ein Muskelwert. Die LDH kommt praktisch in jeder Körperzelle vor; sie steigt bei Zellzerfall aller Art – bei Hämolyse, Muskel- und Lebererkrankungen, Tumoren – und ist damit ein Alarm ohne Adresse.
D-Dimere, Blutfette und der Rest des Befunds
- D-Dimere gehören nicht zum Herzen, sondern zur Differenzialdiagnose: Sie helfen, eine Lungenembolie auszuschließen, wenn Atemnot oder Brustschmerz unklar bleiben.
- Der Risikoteil ist der Teil, der Sie langfristig betrifft: Cholesterinwerte mit LDL, HDL, Gesamtcholesterin und Triglyceriden, dazu Lipoprotein(a) und Apolipoprotein B sowie Blutzucker und HbA1c. Nach einem akuten Koronarsyndrom nennt die DGK-Fassung ein LDL-Ziel unter 1,4 mmol/l.3
- Bei Verdacht auf Herzschwäche kommen laut Leitlinie außerdem großes Blutbild, Elektrolyte – insbesondere Kalium –, Kreatinin mit eGFR (siehe Nierenwerte), Leberenzyme, CRP und TSH dazu.4 Im Schockraum wird zusätzlich Laktat bestimmt.4
Orientierungstabelle
Die folgenden Werte stammen aus dem Leistungsverzeichnis der Zentralen Einrichtung Klinische Chemie des Universitätsklinikums Ulm (Roche-cobas-Systeme).5
| Wert | Orientierende Grenze für Erwachsene | Was er zeigt |
|---|---|---|
| hs-Troponin T | Cut-off 14 ng/l | Schädigung von Herzmuskelzellen |
| NT-proBNP | < 125 pg/ml, bei akuter Atemnot < 300 pg/ml | Überlastung der Herzkammern |
| BNP | < 35 pg/ml (Leitlinienschwelle) | dasselbe, anderes Spaltprodukt |
| CK gesamt | Frauen 20–180 U/l · Männer 20–200 U/l | Muskelschädigung, unspezifisch |
| CK-MB (Masse) | Frauen < 4,88 µg/l · Männer < 6,22 µg/l | Herz- und Skelettmuskel |
| LDH | < 250 U/l (Plasma) | Zellzerfall aller Art |
Bitte vergleichen Sie nur mit Ihrem eigenen Befund. Referenzbereiche und Einheiten unterscheiden sich zwischen Laboren, weil unterschiedliche Testverfahren eingesetzt werden. Besonders wichtig: Troponin T und Troponin I sind nicht ineinander umrechenbar, ihre Grenzwerte sind nicht vergleichbar, und für Troponin I gelten je nach Test geschlechtsspezifische Schwellen. Maßgeblich ist die Angabe auf Ihrem Laborzettel.53
Wer bekommt wann welche Herzwerte?
In der Notaufnahme. Bei Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom gehören 12-Kanal-EKG und hochsensitives Troponin zusammen; die Diagnose stützt sich laut DGK auf die Kombination aus Anamnese, Symptomen, Vitalzeichen, körperlichem Befund, EKG und hs-Troponin – nie auf einen Wert allein.3 Wie nötig das ist, zeigt eine Kölner Untersuchung an 822 notärztlich betreuten Patientinnen und Patienten mit akutem Brustschmerz: Der positive prädiktive Wert der notärztlichen Verdachtsdiagnose lag bei 39,7 %; ein Koronarsyndrom ohne ST-Hebung wurde in 74,7 % der Fälle vermutet, aber nur bei 26,3 % bestätigt.12 Der klinische Eindruck allein trägt also nicht.
In der Hausarztpraxis bei Brustschmerz. Hier steht in Deutschland zuerst eine Entscheidungsregel: Die NVL Chronische KHK empfiehlt mit starkem Empfehlungsgrad, die Wahrscheinlichkeit einer stenosierenden KHK mit dem Marburger Herz-Score einzuschätzen. Ein Wert ≤ 2 Punkte entspricht einer Wahrscheinlichkeit von durchschnittlich unter 5 %, ein Wert > 2 Punkte etwa 17 bis 50 %. Fällt die Gesamtbewertung niedrig aus, soll keine weitere KHK-Diagnostik erfolgen.6 Der Score wurde im deutschen Versorgungskontext entwickelt und stützt sich auf Alter und Geschlecht, bekannte Gefäßerkrankung, Diabetes, Belastungsabhängigkeit der Beschwerden und die fehlende Auslösbarkeit auf Druck.6
Bei Luftnot und Verdacht auf Herzschwäche. Nach Anamnese und Untersuchung folgen Labordiagnostik mit BNP oder NT-proBNP und ein EKG, danach – bei bleibendem Verdacht – zeitnah die transthorakale Echokardiographie.4
Beim Check-up 35. Gar nicht. Anlage 1 der Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie sieht aus dem Blut ausschließlich Lipidprofil und Nüchternplasmaglucose vor, dazu aus dem Urin einen Harnstreifentest.7 Kein Troponin, kein BNP, keine CK. Was der Katalog stattdessen ausdrücklich vorsieht, ist eine risikoadaptierte Beratung über die Wahrscheinlichkeit eines kardiovaskulären Ereignisses.7
Was Sie selbst bezahlen: hs-CRP und Homocystein
Beide Werte werden gern als „erweiterte Herz-Vorsorge" angeboten – und beide sind in der Regel Selbstzahlerleistungen, weil sie in der Gesundheitsuntersuchung nicht vorgesehen sind.7
Homocystein führt der einheitliche Bewertungsmaßstab als eigene Position mit 13,80 €.9 Die entscheidende Frage ist aber nicht der Preis, sondern der Nutzen einer Senkung. Ein Cochrane-Review fasste 15 randomisierte Studien mit 71 422 Teilnehmenden zusammen: Gegenüber Placebo bestand kein Unterschied beim Herzinfarkt (7,1 % vs. 6,0 %; RR 1,02) und keiner bei der Gesamtsterblichkeit (RR 1,01), jeweils mit hoher Vertrauenswürdigkeit der Evidenz. Lediglich beim Schlaganfall zeigte sich ein kleiner Vorteil (4,3 % vs. 5,1 %; RR 0,90).8 Ein erhöhter Wert ist also messbar – dass sein Absenken per Vitaminpräparat Herzinfarkte verhindert, ist es nicht.
hs-CRP ist dasselbe Molekül wie das gewöhnliche CRP, nur empfindlicher gemessen, um niedrige Entzündungsniveaus zu erfassen. Der einheitliche Bewertungsmaßstab kennt dafür keine eigene Position – abgerechnet wird das quantitative CRP mit 3,36 €, und in der NVL Chronische Herzinsuffizienz taucht CRP nur als Differenzialdiagnostik auf, nicht als Risikomarker.94 In der NVL Chronische KHK kommt es überhaupt nicht vor.6 Ob hs-CRP das kardiovaskuläre Risiko in der Praxis besser abbildet als die etablierten Faktoren, wird international weiter diskutiert; eine Übersichtsarbeit der Uniklinik Aachen aus dem European Heart Journal widmet sich 2026 ausdrücklich den Mythen und Missverständnissen rund um diesen Wert.13 Für Sie heißt das: ein interessanter Forschungsparameter, kein Ersatz für Blutdruck, Blutfette, Blutzucker und Rauchstopp.
Präanalytik: Was Sie vor der Blutentnahme wissen sollten
- Nüchtern? Für Troponin, BNP/NT-proBNP, CK und LDH ist Nüchternsein nicht erforderlich – Troponin wird ohnehin meist notfallmäßig zu jeder Tageszeit bestimmt. Wird jedoch, wie beim Check-up, zugleich die Nüchternplasmaglucose bestimmt, gilt deren Vorgabe.7 Richten Sie sich nach der Anweisung auf Ihrer Überweisung.
- Sport. Starke körperliche Belastung kurz vor der Entnahme kann sowohl Troponin als auch CK anheben.5 Wer am Vortag intensiv trainiert hat, sollte das erwähnen.
- Zeitpunkt. Bei der Troponin-Bestimmung entscheidet der Abstand zum Symptombeginn über die Aussagekraft – deshalb die serielle Messung.3
- Medikamente. Nennen Sie alle Präparate. Setzen Sie niemals eigenmächtig ein verordnetes Medikament ab.
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Ein Herzwert liest sich nie allein. Ob ein erhöhtes Troponin beunruhigend ist, hängt vom zeitlichen Verlauf ab, von der Nierenfunktion, vom EKG. Ob ein NT-proBNP aussagekräftig ist, hängt von Ihrem Alter, Ihrem Gewicht und Ihren Begleiterkrankungen ab.
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Aktuelle Forschung
Aus aktuellen, auf PubMed indexierten Publikationen und der deutschen Leitlinienarbeit:
- Der Schnellalgorithmus hat sich bewährt. Die europäischen Leitlinien 2023 zum akuten Koronarsyndrom, von der DGK ins Deutsche übertragen, bestätigen den 0 h/1 h-Algorithmus als beste Option.143 Eine große Anwendungsstudie zeigte, dass sich damit ein Großteil der Patientinnen und Patienten rasch und sicher einem Rule-out- oder Rule-in-Pfad zuordnen lässt.15
- Die Definition des Infarkts wird weiterentwickelt. Die vierte universelle Definition von 2018 stellte den Anstieg beziehungsweise Abfall des Troponins über die 99. Perzentile in den Mittelpunkt.11 Für die kommende fünfte Fassung wird derzeit diskutiert, ob altersabhängige Troponin-Schwellen eingeführt werden sollten.16
- Der klinische Eindruck reicht präklinisch nicht. Eine deutsche Kohortenstudie an 822 Notarzteinsätzen fand einen positiven prädiktiven Wert der Verdachtsdiagnose von nur 39,7 % und diskutiert deshalb die präklinische Bestimmung des hochsensitiven Troponins.12
- Homocystein-Senkung bleibt ohne Herz-Nutzen. Der Cochrane-Review über 71 422 Teilnehmende fand keinen Effekt auf Herzinfarkt und Gesamtsterblichkeit.8
- hs-CRP bleibt umstritten. Eine deutsche Arbeitsgruppe ordnet 2026 im European Heart Journal die verbreiteten Fehlannahmen zum hs-CRP als Marker eines „residualen Entzündungsrisikos" ein.13
Diese Erkenntnisse betreffen Diagnostik und Einordnung. Sie rechtfertigen keine Selbstbehandlung und ersetzen die ärztliche Beurteilung nicht.
Häufige Fragen
Welche Blutwerte zeigen Herzprobleme an? Vor allem zwei: das Troponin für eine Schädigung des Herzmuskels und BNP/NT-proBNP für eine Überlastung des Herzens. CK, CK-MB und LDH liefern Kontext, sind aber unspezifisch.345
Welche Herzwerte sind normal? Orientierend bei Erwachsenen: hs-Troponin T bis 14 ng/l, NT-proBNP unter 125 pg/ml, BNP unter 35 pg/ml, CK 20–180 U/l (Frauen) bzw. 20–200 U/l (Männer), LDH unter 250 U/l.54 Maßgeblich ist der Referenzbereich auf Ihrem Befund.
Was sind Herzenzyme? Ein historischer Sammelbegriff für CK, CK-MB, GOT, LDH und HBDH. Er ist überholt: Der wichtigste Herzwert – das Troponin – ist gar kein Enzym, sondern ein Strukturprotein, und die CK-MB wurde als Infarktmarker vom Troponin abgelöst.53
Kann man einen Herzinfarkt im Blut sehen? Ja, über das Troponin – aber nicht sofort und nicht mit einer einzigen Messung. Die Leitlinie verlangt zwei Messungen im Abstand von einer Stunde; der Rule-out über einen sehr niedrigen Ausgangswert gilt nur bei Symptombeginn vor mehr als drei Stunden.3 Bei Brustschmerz wählen Sie 112 – Sie warten nicht auf ein Laborergebnis.1
Bedeutet ein erhöhtes Troponin immer einen Herzinfarkt? Nein. Myokarditis, Lungenembolie, Sepsis, schwere Anämie, Rhythmusstörungen, Schlaganfall, chronische Nierenerkrankung, bestimmte Krebsmedikamente und starke körperliche Belastung können den Wert ebenfalls anheben.5 Ausschlaggebend sind Verlauf, EKG und Beschwerden.3
Wie lange bleibt Troponin nach einem Infarkt erhöht? Troponin T kann nach einem Herzinfarkt rund 14 Tage nachweisbar bleiben; die Kinetik hängt von Art der Schädigung und Behandlung ab.5
Was bedeutet ein hoher NT-proBNP-Wert? Er weist auf eine Überlastung des Herzens hin, beweist aber keine Herzschwäche. Bestätigt wird sie durch die Echokardiographie.4 Alter, Nierenfunktion und Vorhofflimmern heben den Wert an, Übergewicht senkt ihn.54
Sind Herzwerte beim Check-up 35 dabei? Nein. Aus dem Blut sind nur Lipidprofil und Nüchternplasmaglucose vorgesehen, aus dem Urin ein Harnstreifentest.7 Herzwerte im Check-up-Befund sind eine Entscheidung Ihrer Praxis, keine Vorgabe des Leistungskatalogs.
Muss ich für Herzwerte nüchtern sein? Für Troponin, BNP/NT-proBNP, CK und LDH in der Regel nicht. Werden gleichzeitig Blutzucker oder Blutfette bestimmt, gilt aber deren Nüchternvorgabe – folgen Sie der Angabe auf Ihrer Überweisung.7
Was kosten Herzwerte? Als Kassenleistung sind die Beträge im einheitlichen Bewertungsmaßstab festgelegt: CK und LDH je 0,25 €, CK-MB 1,12 €, natriuretische Peptide 11,90 €, der Troponin-Schnelltest beim akuten Koronarsyndrom 11,25 €, Homocystein 13,80 €.9 Der Troponin-Schnelltest soll laut Bewertungsmaßstab nur eingesetzt werden, wenn die Beschwerden länger als drei Stunden bestehen und sich aus Symptomatik und EKG allein keine Entscheidung ableiten lässt.9
Lohnt sich ein privater „Herz-Check" mit hs-CRP und Homocystein? Beide Werte sind messbar, ihr Zusatznutzen für die Vorsorge ist umstritten. Für die Homocystein-Senkung durch B-Vitamine zeigte ein Cochrane-Review über 71 422 Teilnehmende keinen Effekt auf Herzinfarkt oder Sterblichkeit.8 Besprechen Sie ein solches Angebot vorher in Ihrer Praxis.
Wie oft sollte man Herzwerte kontrollieren lassen? Es gibt keinen allgemeinen Rhythmus. Bei chronischer Herzinsuffizienz sollen BNP und NT-proBNP laut Leitlinie sogar nicht ohne klinischen Verdacht auf Verschlechterung bestimmt werden.4 Über Anlass und Abstand entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Das Wichtigste in Kürze
Merken Sie sich die Zuordnung, nicht die Zahlen: Troponin = Schädigung, BNP/NT-proBNP = Überlastung. Als Orientierung gelten hs-Troponin T 14 ng/l und NT-proBNP 125 pg/ml, laborabhängig. Das Troponin liest sich über seinen Verlauf – zwei Messungen im Abstand einer Stunde –, das NT-proBNP vor allem über seinen Ausschlusswert, mit deutlichen Einschränkungen im höheren Alter. „Herzenzyme" ist ein Begriff von gestern: Troponin ist kein Enzym, und die CK-MB hat ihren Platz an das Troponin verloren. Und weil der Check-up 35 keine Herzwerte enthält, lohnt sich das Gespräch über Ihr persönliches Risiko – Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Rauchen – mehr als jede Einzelzahl. Vor allem aber: Bei akutem Brustschmerz wählen Sie 112, nicht das Labor. Den Sinn Ihrer Befunde im Gesamtbild erklärt Ihnen ergänzend AI DiagMe, niemals anstelle Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
Quellen
Deutsche Fachgesellschaften, Richtliniengeber und Institutionen sowie wissenschaftliche Publikationen (PubMed):
Footnotes
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Deutsche Herzstiftung e. V. – Pressemeldung Bei Herzinfarkt-Warnzeichen immer sofort Notruf 112 absetzen, 18.12.2024, mit Prof. Dr. Thomas Voigtländer: Warnzeichen (länger als fünf Minuten anhaltende starke Brustschmerzen in Ruhe, Ausstrahlung in Arme, Oberbauch, Rücken, Hals, Kiefer oder Schulterblätter, massives Enge- oder Druckgefühl, starkes Brennen im Brustkorb), Grundsatz „Time is Muscle", Warnung vor Zögern und Hinweis auf die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit des Rettungsdienstes. mynewsdesk.com ↩ ↩2 ↩3
-
IQWiG / Gesundheitsinformation.de – Koronare Herzkrankheit (KHK): Vorgehen bei der Diagnostik mit EKG als wichtigster Untersuchung, Blutuntersuchung auf Stoffwechselstörungen und Cholesterinwerte, Warnzeichen für einen Herzinfarkt und die Anweisung „Bei Verdacht sofort den Notruf 112 wählen!". gesundheitsinformation.de ↩
-
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) – Pocket-Leitlinie: Akutes Koronarsyndrom (Version 2023), deutsche Kurzfassung der ESC-Leitlinie 2023, bearbeitet von Waßmann S, Cassese S, Ghanem A, Mehilli J u. a.: Empfehlung zur sofortigen Messung hochsensitiver kardialer Troponine mit Befund innerhalb von 60 Minuten, ESC-Algorithmus 0 h/1 h (beste Option) bzw. 0 h/2 h, Zusatzmessung nach 3 Stunden bei unschlüssigem Ergebnis, 99. Perzentile als Entscheidungsgrenze, Rule-out-Pfad nur bei Schmerzbeginn > 3 Stunden, Diagnose aus der Kombination von Anamnese, Symptomen, Vitalzeichen, EKG und hs-cTn, LDL-C-Ziel < 1,4 mmol/l, kein Einsatz der CK-MB als diagnostischer Marker. leitlinien.dgk.org ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5 ↩6 ↩7 ↩8 ↩9 ↩10 ↩11 ↩12 ↩13 ↩14 ↩15 ↩16 ↩17
-
Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF – Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz, Kurz- und Langfassung Version 4.0, AWMF-Register-Nr. nvl-006: Schwellenwerte BNP > 35 pg/ml und/oder NT-proBNP > 125 pg/ml, Empfehlung 3-3 zur frühen Ausschlussdiagnostik, altersgestaffelte NT-proBNP-Schwellen aus dem NICE-Review (50/75/250 pg/ml), Einschätzung „nicht zielführend" bei über 70-Jährigen, geringere Sensitivität von Point-of-care-Tests, Tabelle 8 zur begleitenden Labordiagnostik (Blutbild, Elektrolyte, eGFR, Blutzucker, HbA1c, Leberenzyme, CRP, TSH, Lipidstatus), Empfehlung 3-15 gegen Routinebestimmungen im Verlauf, veränderte BNP-Spiegel unter Sacubitril/Valsartan, Laktat bei akuter Dekompensation. register.awmf.org ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5 ↩6 ↩7 ↩8 ↩9 ↩10 ↩11 ↩12 ↩13 ↩14 ↩15 ↩16 ↩17 ↩18
-
Universitätsklinikum Ulm, Zentrale Einrichtung Klinische Chemie – Leistungsverzeichnisse Troponin T (hochsensitiv), N-terminales proBNP, Creatinkinase (CK), CK-MB Masse und LDH: Cut-off 14 ng/l für hs-Troponin T und 125 pg/ml für NT-proBNP (bei akuter Dyspnoe 300 pg/ml), Troponin als Strukturprotein der dünnen Filamente, Ursachenliste erhöhter Troponinwerte, Nachweisbarkeit über rund 14 Tage nach Infarkt, Wiederholungsmessung nach 1–3 Stunden bei Niereninsuffizienz, Organverteilung der CK-Isoenzyme und Anstieg der CK-MB-Masse erst 3–4 Stunden nach Symptombeginn, Vorrang von Troponin I oder T bei Verdacht auf Myokardschädigung, Referenzbereiche CK (Frauen 20–180, Männer 20–200 U/l), CK-MB-Masse (Frauen < 4,88, Männer < 6,22 µg/l) und LDH (< 250 U/l), Einflussfaktoren auf NT-proBNP einschließlich Adipositas. uniklinik-ulm.de ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5 ↩6 ↩7 ↩8 ↩9 ↩10 ↩11 ↩12 ↩13 ↩14 ↩15 ↩16 ↩17 ↩18 ↩19
-
Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF – Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK, Langfassung Version 7.0, AWMF-Register-Nr. nvl-004, 2024: Empfehlungen 3-4 bis 3-7 zum Marburger Herz-Score (≤ 2 Punkte entspricht durchschnittlich < 5 %, > 2 Punkte etwa 17–50 % Wahrscheinlichkeit einer stenosierenden KHK; keine weitere Diagnostik bei niedriger Gesamtbewertung), Tabelle 5 mit den Score-Kriterien, Entwicklung im deutschen Versorgungskontext, Diagnostikkapitel ohne kardiale Blutmarker. register.awmf.org ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5
-
Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) – Richtlinie über die Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten (Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie), Fassung vom 20.11.2020, in Kraft seit 12.02.2021, Anlage 1 Nr. 3: Untersuchungen aus dem Blut ausschließlich Lipidprofil (Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyceride) und Nüchternplasmaglucose, aus dem Urin Harnstreifentest auf Eiweiß, Glucose, Erythrozyten, Leukozyten und Nitrit, dazu risikoadaptierte Beratung zur Wahrscheinlichkeit eines kardiovaskulären Ereignisses. g-ba.de ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5 ↩6 ↩7
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Martí-Carvajal AJ, Solà I, Lathyris D, Dayer M. Homocysteine-lowering interventions for preventing cardiovascular events. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2017 – 15 randomisierte Studien mit 71 422 Teilnehmenden. PubMed · DOI ↩ ↩2 ↩3 ↩4
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Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) – Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM), Stand 3/2026, Kapitel 32 (Laboratoriumsmedizin): GOP 32074 Creatinkinase 0,25 €, 32075 LDH 0,25 €, 32077 HBDH 0,40 €, 32092 CK-MB quantitativ 1,12 €, 32097 natriuretische Peptide BNP/NT-proBNP/MR-proANP 11,90 €, 32150 immunologischer Troponin-Nachweis beim akuten Koronarsyndrom 11,25 € mit der Einschränkung auf einen Symptombeginn vor mehr als drei Stunden und eine anhand von Symptomatik und EKG nicht zu treffende Entscheidung, 32318 Homocystein 13,80 €, 32460 CRP quantitativ 3,36 €. kbv.de ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5 ↩6
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Statistisches Bundesamt (Destatis) – Pressemitteilung Nr. 377 vom 15. Oktober 2025, Todesursachen 2024: chronische ischämische Herzkrankheit mit 39 765 Sterbefällen bei Männern und 30 955 bei Frauen, akuter Myokardinfarkt mit 24 875 Sterbefällen bei Männern, Herzinsuffizienz mit 22 349 Sterbefällen bei Frauen. destatis.de ↩
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Thygesen K, Alpert JS, Jaffe AS et al. Fourth Universal Definition of Myocardial Infarction (2018). Journal of the American College of Cardiology, 2018. PubMed · DOI ↩ ↩2
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Braumann S, Faber-Zameitat C, Macherey-Meyer S et al. Acute Chest Pain – Diagnostic Accuracy and Pre-Hospital Use of Anticoagulants and Platelet Aggregation Inhibitors. Deutsches Ärzteblatt International, 2023 – retrospektive Kohorte an 822 notärztlich betreuten Patientinnen und Patienten der Uniklinik Köln. PubMed · DOI ↩ ↩2
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